Dead Cat Bounce

Wissenswertes zu Historien und Bedeutung zu dem Begriff Dead Cat Bounce.

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Der sog. „Dead-Cat-Bounce“ ist ein Begriff, der aus dem Jargon des Finanzmarkts stammt. Er bezeichnet eine kleine und kurze Erholung einer Aktie nach einem schweren und länger andauerndem Abstieg eines Kurses. Der Begriff leitet sich von dem englischen Sprichwort ab: „Even a dead cat will bounce if it is dropped from high enough.“ Die Bezeichnung hat ihrer Ursprung offenbar von den Börsenhändlern an der Wall Street, ist im amerikanischen Sprachraum aber mittlerweile auch als allgemeine Metapher in Fällen gebräuchlich, in denen irgendein Objekt eine kurze Erholung widerfährt, nachdem es bereits tief gefallen ist und voraussichtlich noch weiter fällt.

Etymologie

Der Begriff stammt von dem englischen Sprichwort "Even a dead cat will bounce if it falls from a great height", was im Deutschen bedeutet, dass sogar eine tote Katze noch einmal aufspringen wird, wenn man sie nur aus ausreichender Höhe fallen lässt. Die Phrase ist seit einigen Jahrzehnten an der Wall Street gebräuchlich. Der erste schriftliche Nachweis des Begriffes wird auf das Jahr 1985 datiert. Die Journalisten und Finanz-Experten der US-amerikanischen Zeitung Financial Times Horace Brag and Wong Sulong prägten den Begriff damals in einem Artikel, der die Märkte von Malaysien und Singapur analysierte. In dieser Zeit erlebten die Märkte von Singapur und Malaysia eine schwere Rezession. Als sich die Märkte kurz, aber eben nicht nachhaltig erholten, bezeichneten Brag und Sulong diese Erholung als einen eben solchen „dead cat bounce“. Inzwischen hat sich die Bezeichnung längst eingebürgert und ist zum Fachterminus des weltweiten Börsenhandels geworden.

Gebrauch des Begriffes und Variationen

Der Begriff wird meistens in Hinblick auf einen Aktienkurs gebraucht, der kurz ansteigt, nachdem er bereits signifikant abgesunken ist. Darüber hinaus kann der Begriff natürlich auch auf andere Wertpapiere, auf Devisen und auf Waren und Rohstoffe angewendet werden. In manchen Fällen werden auch explizit Wertpapiere oder Anleihen als „Dead-Cat-Bounce“ bezeichnet, von denen man weiß, dass sie nur von sehr geringem Wert sind und dass sie allenfalls kurz und nicht nachhaltig im Preis steigen können. Die Wertpapiere haben also erstens eine miserable Performance in der Vergangenheit hingelegt und zweitens ist bei ihnen ein weiterer Abstieg insofern als „korrekt“ zu bezeichnen, da das unterliegende Geschäft als schwach zu bewerten ist (z.B. durch abnehmende Verkaufszahlen oder eine schwache Finanzlage eines Konzerns). Aus diesem Grund ist es daher zweifelhaft, dass die Wertpapiere sich selbst bei günstiger Wirtschaftslage wieder erholen. Dennoch können solche Dead-cat-Bounces für Trader von Interesse sein, wie im Folgenden noch erklärt werden wird.
Im weiteren Sinne kann sich der Begriff (wie im Fall von Brag und Sulong) auch auf einen ganzen Markt beziehen.

Der Begriff in der technischen Analyse

Das Kursmuster eines Dead-Cat-Bounces kann auch als Teil der technischen Analyse beim Börsenhandel betrachtet werden. Kursmuster wie der Dead-Cat-Bounce sind dabei grundsätzlich und mit letzter Sicherheit nur im Nachhinein zu erkennen und auszumachen. In der technischen Analyse wird ein Dead-Cat-Bounce zunächst als ein kontinuierliches Muster beschrieben, das zu Beginn den Anschein eines sich wiederholenden Musters erweckt. Es fängt mit einer Abwärtsbewegung des Kurses an, wonach sich eine zunächst signifikant erscheinende Kurserholung anschließt, die man leicht mit dem Erreichen einer Kursstütze verwechseln kann. Jedoch scheitert der Kurs im Folgenden dabei, seine Aufwärtsbewegung in eine Rallye umzusetzen und fällt stattdessen noch einmal, wobei das vorige Minimum des Kurses noch unterboten wird.

Ursachen für einen Dead-Cat-Bounce

Die Ursachen für einen Dead-Cat-Bounce können rein technischer Natur sein. So können z.B. ausstehende Order und Kaufoptionen einen Grund für eben jenes Phänomen darstellen. Dies kann z.B. dann der Fall sein, wenn irgendein Kurs in der Vergangenheit deutlich besser performte und - langfristig betrachtet – auch weiterhin steigende Perspektiven hatte. Zu dieser Zeit kann es also nicht unbedingt als eine schlechte Idee erscheinen, eine größere Menge an Kaufordern zu platzieren. Diese Kauforder setzen jedenfalls ein, sobald ein bestimmtes Kursniveau unterschritten wird. Wird dieses Niveau also in Zukunft erreicht, werden die Kauforder aktiv. Dies geschieht auch dann noch, wenn die reelle Aussicht des jeweiligen Kurses nun nicht mehr so gut aussieht wie noch zuvor. Durch den plötzlichen Anstieg in der Nachfrage wird ein Anstieg des Kurses bei einem jeweiligen Wertpapier ausgelöst, den man durch die nun deutlich negativere Ausgangslage eben als einen Dead-Cat-Bounce bezeichnet.
Der Bounce kann darüber hinaus auch das Resultat reiner Spekulation sein. Da solche Bounces häufiger auftreten, kaufen Trader häufig zu einem Kursniveau ein, den sie für den Boden bzw. das untere Limit eines Kurses halten. Sie erwarten also spekulativ einen Bounce und somit auch einen schnellen Profit, da der jeweilige Gegenstand der Spekulation abgetreten werden soll, sobald der Bounce eingetreten ist. Auf diese Weise kann der Akt der Erwartung bzw. der Antizipation eines Bounces selbst diesen verstärken oder sogar erst erschaffen.

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